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P 78 - Biegedrillknicken hochfester Stähle Der zu erwartenden Neufassung der Vorschrift über druckbeanspruchte Bauteile (DIN 18 800, Teil 2: früher DIN 4114) liegt als theoretische Konzeption der allgemeine Fall des sog. "Biegedrillknickens" zugrunde. Der Nachweis ausreichender Stabilität kann dabei wahlweise nach den Verfahren der Traglasttheorie, Fließgelenktheorie oder Elastizitätstheorie erfolgen. Das genaueste, allerdings auch aufwendigste, Verfahren ist das Traglastverfahren. Die Traglasten druckbeanspruchter Stähle werden durch geometrische und strukturelle Imperfektionen beeinflußt. Geometrische Imperfektionen sind Außermittigkeiten der Last oder Vorverformungen der Stabachsen. strukturelle Imperfektionen entstehen durch die Herstellungsverfahren der Träger. Dazu gehören die Eigenspannungen, die bei Stahlträgern aus dem Schweiß-, Walz- oder Abkantvorgang resultieren. Es ist Hintergrund dieser Forschungsaufgabe, den Einfluß von Eigenspannungen auf das Tragverhalten von Bauteilen zu untersuchen. Bei druckbeanspruchten Querschnitten können z.B. druckeigenspannungsbehaftete Teile zu vorzeitigem Versagen führen, weil die Verformungen u.U. stärker überproportional zunehmen, als dies bei eigenspannungsfreien Querschnitten der Fall ist. Der Fließvorgang würde früher eingeleitet, als dies normalerweise der Fall wäre. Die größte zu ertragende Last würde dann kleiner sein als diejenige, die ohne Eigenspannungen zu ertragen gewesen wäre. Von besonderer Bedeutung ist das Verhältnis der maximalen Druckeigenspannung zur Streckgrenze. Bei hochfesten Stählen liegt dieses Verhältnis im allgemeinen günstiger als bei den gewöhnlichen Baustählen St 37 und St 52. Andererseits muß hier aus den erwähnten Gründen der Einfluß der Vorverformungen auf das Kräftespiel neu erfaßt werden. Wie die Untersuchungen zeigen, sind die in DIN 18 800, Teil 2 vorgesehenen Nachweisregeln für normale Stähle uneingeschränkt auch für die hier untersuchten hochfesten Stähle verwendbar. Das Forschungsvorhaben wurde im Auftrag der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. mit finanzieller Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AIF), Köln, an der Technischen Universität Berlin, Institut für Baukonstruktionen und Festigkeit, durchgeführt. STUDIENGESELLSCHAFT FÜR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V. Veröffentlichung: 1981 Autoren: Prof. Dr.-Ing. J. Lindner, Dipl.-Ing. W. Kurth
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P 71 - Untersuchungen an Verbindungen von geschlossenen und offenen Profilen aus hochfesten Stählen In Fortsetzung uno Ergänzung des Vorhabens P 11 (gleicher Titel) wurden statische und dynamische Versuche mit Flachproben sowie mit Knotenpunkten aus Hohlprofilen der Werkstoffe St E 460 und St E 690 durchgeführt. In den Knotenbereichen von Konstruktionen aus derartigen Profilen sind inhomogene Spannungszustände wirksam, die mit den im Stahlbau üblichen Berechnungsansätzen nicht erfaßt werden können. Nur mittels eingehender experimenteller Untersuchungen ist die Erstellung von Grundlagen für die Konzipierung von Berechnungsvorschlägen möglich, wie sie z.B. im Entwurf zu DIN 18 808 für St 37 und St 52 bereits ihr??n Niederschlag gefunden haben. Es wurden biegesteife Rahmenecken und T-Knoten unter statischer Last untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, daß - die im Rahmen des Forschungsprogrammes P 7o "Ermittlung des Tragverhaltens von biegesteifen Rahmenecken aus RechteckHohlprofilen unter statischer Belastung" gefundenen Bemessungsdiagramme (siehe auch DIN 18 808 - Entwurf) für biegesteife Rahmenecken auch für hochfeste Stähle gültig sind, wenn die angegebenen Abmessungsgrenzen.eingehalten werden - die Bemessungsformeln und - Diagramrne für T-Knoten aus St 37 und St 52 unter Momenten-, Vertikal- und kombinierter Belastung im untersuchten Parameterbe.teich auch für Knotenpunkte aus hochfesten Stählen gültig sind. Aus den Vefsuchsergebnissen geht ferner hervor, daß wahrscheinlich sogar 10 % höhere Traglasten zugelassen werden könnten. Im Hinblick auf die relativ geringe Anzahl der Versuche sollte auf diese zusätzliche Erhöhung allerdings zunächst verzichtet werden. Darüber hinaus wurden mit Kreuzknoten und K-Knoten aus RechteckHohlprofilen aus St E 460 und St E 690 Schwingfestigkeitsversuche durchgeführt und mit Ergebnissen der Stahlsorten St 37 und St 52 verglichen. Mit vorgespannt geklebten Flachproben aus St E 460 und St E 690 wurden schließlich Schwingfestigkeitsversuche durchgeführt und ebenfalls Vergleiche zu ??t 37 und St 52 qezogen. Einige noch zu untersuchende Fragen betreffen die Gebiete der Zeit und Dauerfestigkeit. Der Bericht zeigt diesbezügliche Fragestellungen auf, die durch weitergehende Forschungen untersucht werden sollten. STUDIENGESELLSCHAFT FÜR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V. Veröffentlichung: 1981 Autoren: Prof. Dr.-Ing. F. Mang, Dipl.-Ing. Bucak, Ing. (grad.) Steid
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P 70 - Ermittlung des Tragverhaltens von biegesteifen Rahmenecken aus Rechteck-Hohlprofilen (St 37, St 52) unter statischer Belastung Mit steigender Verwendung rechteckiger Hohlprofile im Stahlbau stellte sich die Frage nach der Dimensionierung der für diese Bauweise charakteristischen steifenlosen Verbindungen. Eine dieser Verbindungen ist die biegesteife, geschweißte Rahmenecke, als Anwendungsbeispiel sei der Stahltreppenbau genannt. In der vorliegenden Arbeit wird über Tragfähigkeitsuntersuchungen mit auf Gehrung geschnittenen und zu Rahmenecken verschweißten Hohlprofilen berichtet. Darüber hinaus wird auch über Versuche mit plattenversteiften Rahmenecken berichtet, womit bei dünnwandigen Profilen die Tragfähigkeit beträchtlich erhöht wurde. Für beide Arten - versteift und unversteift - werden Bemessungsempfehlungen angegeben, die in etwa gleicher Form auch in dem Normentwurf (Gelbdruck) DIN 18 808 "Tragwerke aus Hohlprofilen unter vorwiegend ruhender Beanspruchung", Ausgabe September 1981, Eingang gefunden haben. Wir danken Herrn Prof. Dr.- Ing. F. Mang und seinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit. Unser Dank gilt zugleich der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen e.V., Köln, für die Übernahme eines erheblichen Teils der Kosten dieses Vorhabens. Weiterhin danken wir auch dem Arbeitskreis "Profilverbindungen" der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V., der durch Anregungen, Vorbereitung und Betreuung dieses Forschungsvorhabens an der vorliegenden Arbeit mitgewirkt hat. STUDIENGESELLSCHAFT FÜR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V. Veröffentlichung: 1981 Autoren: Prof. Dr.-Ing. F. Mang, Dipl.-Ing. Bucak, Dipl.-Ing. Knödel
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P 52 - Momentenfreier Anschluß an betongefüllte Hohlprofilstützen - Experimentelle Untersuchungen Auf dem Gebiet der Verbundstützen wird international eine umfangreiche Forschung betrieben. In Deutschland gab die Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. bereits 1974 den Anstoß zu einer breit angelegten Untersuchung, die Tragfähigkeits-, Konstruktions- und Brandfragen für verschiedenartige Querschnittstypen - betongefüllte Hohlprofile, warmgewalzte I-Profile mit Beton-Ummantelung und ausbetonierte C-Profile - umfaßte. Unter Heranziehung der Versuchsergebnisse und ihrer Auswertung wie auch auf der Grundlage umfangreichen Schrifttums auf diesem Gebiet, entstand ein Entwurf zum Thema "Regelungen für Verbundstützen", an dem Herr Prof.Dr.-Ing. Roik, Ruhr Universität Bochum, maßgeblich mitgewirkt hat. Hohlprofile mit Betonfüllung weisen den großen Vorteil auf, daß bei ihnen Schalungsarbeiten entfallen können. Daneben besitzen sie Vorteile in architektonischer Hinsicht und können - bei Einhaltung bestimmter Bedingungen - außen ungeschützt, den Forderungen des Brandschutzes voll entsprechen. Die vorliegende Arbeit berichtet über Versuche und konstruktive Lösungen für Trägeranschlüsse an Hohlprofil-Verbundstützen, wie sie inzwischen in der Praxis schon mehrfach angewendet wurden. Gern nehmen wir die Gelegenheit wahr, Herrn Prof.Dr.-Ing. K. Roik und seinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit zu danken. Unser Dank gilt weiterhin dem Arbeitskreis "Verbundstützen" der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. für Anregung, Vorbereitung und Betreuung dieses Forschungsvorhabens. STUDIENGESELLSCHAFT FÜR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V. Veröffentlichung: 1981 Autoren: Prof. Dr.-Ing. K. Roik, Dipl.-Ing. M. Breit
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