
Der zu erwartenden Neufassung der Vorschrift über druckbeanspruchte Bauteile (DIN 18 800, Teil 2: früher DIN 4114) liegt als theoretische Konzeption der allgemeine Fall des sog. "Biegedrillknickens" zugrunde. Der …
Der zu erwartenden Neufassung der Vorschrift über druckbeanspruchte Bauteile (DIN 18 800, Teil 2: früher DIN 4114) liegt als theoretische Konzeption der allgemeine Fall des sog. "Biegedrillknickens" zugrunde. Der Nachweis ausreichender Stabilität kann dabei wahlweise nach den Verfahren der Traglasttheorie, Fließgelenktheorie oder Elastizitätstheorie erfolgen. Das genaueste, allerdings auch aufwendigste, Verfahren ist das Traglastverfahren. Die Traglasten druckbeanspruchter Stähle werden durch geometrische und strukturelle Imperfektionen beeinflußt. Geometrische Imperfektionen sind Außermittigkeiten der Last oder Vorverformungen der Stabachsen. strukturelle Imperfektionen entstehen durch die Herstellungsverfahren der Träger.
Dazu gehören die Eigenspannungen, die bei Stahlträgern aus dem Schweiß-, Walz- oder Abkantvorgang resultieren. Es ist Hintergrund dieser Forschungsaufgabe, den Einfluß von Eigenspannungen auf das Tragverhalten von Bauteilen zu untersuchen. Bei druckbeanspruchten Querschnitten können z.B. druckeigenspannungsbehaftete Teile zu vorzeitigem Versagen führen, weil die Verformungen u.U. stärker überproportional zunehmen, als dies bei eigenspannungsfreien Querschnitten der Fall ist. Der Fließvorgang würde früher eingeleitet, als dies normalerweise der Fall wäre. Die größte zu ertragende Last würde dann kleiner sein als diejenige, die ohne Eigenspannungen zu ertragen gewesen wäre. Von besonderer Bedeutung ist das Verhältnis der maximalen Druckeigenspannung zur Streckgrenze. Bei hochfesten Stählen liegt dieses Verhältnis im allgemeinen günstiger als bei den gewöhnlichen Baustählen St 37 und St 52. Andererseits muß hier aus den erwähnten Gründen der Einfluß der Vorverformungen auf das Kräftespiel neu erfaßt werden. Wie die Untersuchungen zeigen, sind die in DIN 18 800, Teil 2 vorgesehenen Nachweisregeln für normale Stähle uneingeschränkt auch für die hier untersuchten hochfesten Stähle verwendbar. Das Forschungsvorhaben wurde im Auftrag der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. mit finanzieller Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AIF), Köln, an der Technischen Universität Berlin, Institut für Baukonstruktionen und Festigkeit, durchgeführt. STUDIENGESELLSCHAFT FÜR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V.

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P 86 2.2 - Brandverhalten von Verbundstützen mit Berücksichtigung der unterschiedlichen Stützen/Riegel-Verbindungen Die Bemessung und Konstruktion von Verbundstützen - Baustahl , Beton und Betonstahl stehen im starren Verbund - bei Raumtemperaturbedingungen ist durch DIN 18 806 Teil 1 /25/ geregelt worden. In DIN 4102 Teil 4 /22/ - ein KataJog in Feuerwiderstandsklassen eingeteilter Bauteile - sind diese Stützen infolge fehlender Versuchserfahrung nicht enthalten. Deshalb wurde in den Jahren 1978 - 1980 im Auftrag der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V., Düsseldorf, unter finanzieller Unterstützung seitens der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Brüssel, vom Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig ein Forschungsvorhaben /1/ durchgeführt, in dem das Brandverhalten von Verbundstützen untersucht wurde. Diese Versuche wurden mit exakt definierten statischen Lagerungsbedingungen - gelenkig gelagert oder eingespannt - durchgeführt. Die exakte Definition der Lagerungsbedingungen ist für eine theoretische Ausdeutung der Versuche unerläßlich. Bei einer brandschutztechnischen Beurteilung sollte ihre Wahl aber auch den in der Praxis vorliegenden Gegebenheiten genügen. In dem vorliegenden Forschungsbericht werden die Ergebnisse von Versuchen an Stahlverbundstützen dargestellt, die unter praxisgerechten Lagerungsbedingungen geprüft wurden. Es wurde eine Versuchsanordnung entwickelt, die es ermöglichte, das Trag- und Verformungsverhalten brandbeanspruchter Stützen im Hochbau wirklichkeitsnah zu simulieren. Die Zwangbeanspruchung, die aus der Verschiebung großer Deckensysteme unter Brandbeanspruchung herrührt, konnte dabei berücksichtigt werden. Dieses Forschungsvorhaben wurde von der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V., Düsseldorf, und vom Bundesministerium für Forschung und Technologie, Bonn, finanziell gefördert. Veröffentlichung: 1985 Autoren: Dipl.-Ing. R. Haß, Prof. Dr.-Ing. U. Quast
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P 13 - Entwicklung einer Meßmethode zur Feststellung der Eigenspannungen in Kaltprofilen, die durch Walzprofilieren gefertigt wurden Veröffentlichung: 1978 Autoren: Prof. Dr.-Ing. E. von Finckenstein, Dipl.-Ing. F. Milcke
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P 10 - Übersicht und Analyse am Markt befindlicher Bausysteme Veröffentlichung: 1975 Autoren: Prof. Dr.-Ing. H. Weber, Dr.-Ing. A. Eisenblätter, Dipl.-Ing. H. W. Strunck
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P 08.1 - Tragverhalten von Stahlstützen im Verbund mit Beton (Hohlprofile) Diese Arbeit enthält die Berechnung und Bemessung von ausbetonierten Hohlprofilstützen aus Baustahl unter Druck und einachsiger Biegung. Nach einer kurzen Einführung werden im Abschnitt 2 internationale Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet zusammengestellt. Im Abschnitt 3 wird ein Rechenprogramm als genaues numerisches Verfahren entwickelt. Abschnitt 4 enthält Interaktionsbeziehungen für die Grenztragfähigkeit, und zwar für den ganzen Bereich zwischen zentrischem Druck und reiner Biegung. Viele Ergebnisse, die mit dem beschriebenen Rechenprogramm und den Interaktionskurven gewonnen wurden, werden miteinander sowie mit verfügbaren Versuchsergebnissen verglichen; fast immer kann eine sehr gute Übereinstimmung beobachtet werden. Veröffentlichung: 1975 Autoren: Prof. Dr.-Ing. Roik, R. Bergmann, H. Bode, G. Wagenknecht
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