
Automatenstähle enthalten bestimmte Zusätze an Elementen, vor allem an Schwefel, die für den vorgesehenen Verwendungszweck günstig wirkende nichtmetallische Einschlüsse bilden; die Stähle stellen deshalb hinsichtlich …
Automatenstähle enthalten bestimmte Zusätze an Elementen, vor allem an Schwefel, die für den vorgesehenen Verwendungszweck günstig wirkende nichtmetallische Einschlüsse bilden; die Stähle stellen deshalb hinsichtlich ihres Gehaltes an nichtmetallischen Einschlüssen eine Besonderheit dar. Bei der vergleichenden metallografischen Prüfung solcher Stähle muß diesem Umstand durch Anwendung besonderer Bildreihen Rechnung getragen werden. Das vorliegende Prüfblatt enthält neben Richtlinien über die Probennahme und Probenvorbereitung insbesondere eine Bildreihe, die auf Erfahrungen mit den am häufigsten verwendeten Automatenstählen beruht und demgemäß im wesentlichen Mangansulfide in ihren hauptsächlichen Erscheinungsformen darstellt.
Für Auswertungen mit Geräten für elektronische Bildanalysen sind dem Prüfblatt außerdem Schaubilder beigegeben, die die Abstufung der in der Bildreihe enthaltenen hauptsächlichen Merkmale der sulfidischen Einschlüsse angeben und mithin bei solchen Auswertungen als Vergleichsunterlage dienen können.
Die Prüfung erfolgt an Schliffproben, die entweder unter dem Mikroskop durch visuellen Vergleich mit den Bildvorlagen oder durch elektronische Bildanalyse auf ihren Gehalt an sulfidischen nichtmetallischen Einschlüssen untersucht werden.
Festlegungen z. B. über bestimmte erwünschte Ausbildungsformen der sulfidischen Einschlüsse im Hinblick auf das Zerspannungsverhalten von Automatenstählen gehören nicht zum Geltungsbereich dieses Prüfblattes.

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Tafel/Poster zum SEP 1571: Bewertung von Einschlüssen in Edelstählen auf Basis der Einschlussflächen Veröffentlichung: August 2017
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Bewertung von Einschlüssen in Edelstählen auf Basis der Einschlussflächen Teil 1: Grundlagen Veröffentlichung: August 2017 In dieser Prüfvorschrift wird grundsätzlich die Prüfung von Edelstählen auf nichtmetallische Einschlüsse in Form von Sulfiden und Oxiden im Anschliff beschrieben. Die Prüfung kann manuell und automatisiert mit Hilfe von Bildanalysesystemen erfolgen. Zwischen den manuell und den automatisiert ermittelten Ergebnissen sollte sich kein größerer Unterschied ergeben als zwischen zwei unterschiedlichen Prüfern aus unterschiedlichen Laboratorien. Dazu folgen die Einstufungen einer mathematischen Systematik. Regeln zur Zusammenfassung und zum Unterscheiden von Einschlüssen sollen für die manuelle und für die automatisierte Bewertung keinen Interpretationsspielraum lassen. Dieses SEP gilt für die in Abbildung 8 bis Abbildung 14 aufgeführten umgeformten Langerzeugnisse. Eine Anwendung für Flachzeug in Form von Blechen und Bändern sowie Schmiedestücke mit nicht geradlinigem Faserverlauf muss gesondert zwischen Kunde und Lieferant vereinbart werden. Prüfumfang, Probenahme und Auswertung bedürfen in diesem Fall einer gesonderten Festlegung. Diese Prüfvorschrift ist nicht geeignet für die Prüfung des sulfidischen Reinheitsgrades von Stahlgüten mit geregeltem Schwefelgehalt über 0,05 Gewichts-% (z. B. Automatenstähle). Die Festlegung von Grenzwerten ist nicht Bestandteil dieser Prüfvorschrift.
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Bewertung von Einschlüssen in Edelstählen auf Basis der Einschlussflächen Teil 2: Verfahren und M Veröffentlichung: August 2017 Dieser Teil der Prüfvorschrift beschreibt Prüfumfang und Auswertung der Verfahren M (Maximalwert) und K (Mittlerer Einschlussgehalt). Diese Verfahren eignen sich besonders zur routinemäßigen Überprüfung des Qualitätsniveaus. Probenahme, Schliffvorbereitung und Prüfbericht sind in SEP 1571-1 geregelt.
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Bewertung von Einschlüssen in Edelstählen auf Basis der Einschlussflächen Teil 3: Verfahren E Veröffentlichung: August 2017 Dieser Teil der Prüfvorschrift beschreibt Prüfumfang und Auswertung des Verfahrens E (Extremwertanalyse). Dieses Verfahren eignet sich für Risikoabschätzungen für das Auftreten großer Einschlüsse anhand von statistischen Methoden. Probenahme, Schliffvorbereitung und Prüfbericht sind in SEP 1571-1 geregelt.
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