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P 985 - Experimentell basierte Auslegungs- und Qualifizierungsmethode für Montageklebverbindungen im Mischbauunter Berücksichtigung von Fertigungseinflüssen und Betriebsbedingungen

Die Forderung nach effizienteren und ressourcenschonenderen Verkehrsmitteln kann nur durch einen effektiven und kostengünstigen Leichtbau erfüllt werden. Hier bietet sich besonders die Mischbauweise an. Bei dieser …

Inhalt

Veröffentlichung
2017
Autoren
Prof. Dr.-Ing. G. Meschut, Dr.-Ing. D. Teuenberg, S. Mailänder M.Sc.

Die Forderung nach effizienteren und ressourcenschonenderen Verkehrsmitteln kann nur durch einen effektiven und kostengünstigen Leichtbau erfüllt werden. Hier bietet sich besonders die Mischbauweise an. Bei dieser werden gezielt Materialeigenschaften für einzelne Komponenten ausgenutzt, wodurch ein bunter Mix an Materialien entsteht. Die Fügetechnik ist somit der Schlüssel für erfolgreiche Leichtbaukonzepte. Neben metallischem Mischbau, wie zum Beispiel Stahl-Aluminium-Verbindungen, werden zuletzt verstärkt faserverstärkte Kunststoffe in Kombination mit Stählen eingesetzt. Die Verwendung derartiger innovativer Werkstoffe ermöglicht aufgrund der vergleichsweise hohen spezifischen Steifigkeit und Festigkeit eine Gewichtsersparnis gegenüber bisherigen Konstruktionen und damit eine Verbrauchs- und Emissionsreduzierung der Fahrzeuge.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Zum Anbinden der Module an die Fahrzeugstruktur werden im Rahmen des Montageprozesses kalt härtende Klebstoffe eingesetzt. In diesen Klebstoffsystemen herrschen bei Mischbauverbindungen während des Betriebs äußerst komplexe Beanspruchungszustände. Diese setzen sich aus rein mechanischen Lasten, thermischen und hygrischen Beanspruchungen, sowie kombinierter thermo-mechanischer Beanspruchung infolge unterschiedlichen Wärmeausdehnungsverhaltens der Fügeteile bei wechselnden Temperaturen (sog. Δα-Problem“) zusammen. Bisher wurden die kombinierten Auswirkungen von thermischer und mechanischer Belastung von Montageklebstoffen im Betrieb sowie der Einfluss von Fertigungstoleranzen auf die Lebensdauer der Verbindungen nicht betrachtet. Im zugrundeliegenden Forschungsprojekt wird daher eine analytische Methode entwickelt, mit der es möglich ist, die Lebensdauer von Montageklebstoffverbindungen unter verschiedenen klimatischen Bedingungen zu definieren. Dazu werden zunächst verschiedene in diesem Bereich zum Einsatz kommende einund zwei-komponentige Polyurethan Klebstoffe hinsichtlich ihrer Diffusionseigenschaften unter wechselnden Temperaturen untersucht. Danach erfolgt die Kombination durch eine statische mechanische Belastung. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird dann das zyklische Prüfprogramm durchgeführt. Die im Projekt entwickelte Auslegungsmethode soll den Stahlverarbeitern die Möglichkeit geben, Montageklebverbindungen zwischen Stahl und Anbauteilen aus artverschiedenen Materialien sowohl für statische, als auch für zyklische Belastungen unter wechselnden Klimabedingungen auszulegen, um somit das Leichtbaupotenzial Ihrer Produkte zu optimieren.

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    P 1016 - Vollstanznieten von höchstfesten Stahlwerkstoffen in Mischbaustrukturen mittels selbstschließendem Vollstanznietelement Die gesetzlichen Verordnungen den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren veranlasst die Automobilindustrie konsequenten Leichtbau umzusetzen. Die Senkung des CO2-Ausstoßes auf durchschnittlich 95g CO2/km im PKW-Verkehr bis 2020 ist beschlossen. Die Fahrzeugkarosserie bietet mit ihrem über 30%igen Anteil am Gesamtgewicht das größte Umsetzungspotential für Leichtbau, der durch Einsatz von höchstfesten Stählen und auch von anderen Leichtbauwerkstoffen wie Aluminium realisiert werden kann. Besonders die Mischbauweise aus presshartem Stahl und Aluminium in Kombination mit dem Kleben führt zu wirtschaftlichen Leichtbaulösungen. Eine geeignete Technologie zum Fügen der genannten Materialkombination ist das Vollstanznietkleben. Allerdings führen Vollstanznietklebverbindungen vor allem bei der Verwendung von besonders dünnen Fügeteilwerkstoffen zu Spalten zwischen den Fügeteilen und damit zu einer schlechten Klebstoffanbindung. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer modifizierten Stanzniettechnologie für das Verbinden von höchstfesten Blechwerkstoffen mit Aluminiumlegierungen. Dies erfolgt indem das Vollstanznieten so modifiziert wird, dass es ohne Prägering am matrizenseitigen Werkzeug arbeitet. Dafür wird die Prägekontur direkt unter dem Setzkopf des Niets angeordnet. Verbindungen, die mit dem neuartigen Verfahren „Selbstschließendes Stanznieten“ erzeugt werden, sollen sich dann durch geringe fügeprozessbedingte Deformationen und eine gute Klebstoffanbindung auszeichnen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden mithilfe der Simulation Geometrieoptimierungen durchgeführt, welche durch experimentelle Untersuchungen validiert wurden. Anhand einer Verfahrensanalyse wurde daraufhin die Flexibilität des neu entwickelten Verfahrens ermittelt. Zudem wurden im Rahmen von Untersuchungen zum Hybridfügen die Verbindungseigenschaften des Verfahrens in Kombination mit Klebstoffen optimiert und das Eigenschaftsprofil erfasst. Dabei konnte ein Verbindungsverfahren entwickelt werden, mit welchem es möglich ist, effiziente und wirtschaftliche Verbindungen aus 22MnB5-Blechen und Aluminiumblechen im Dünnblechbereich herzustellen. Veröffentlichung: 2017 Autoren: Prof. Dr.-Ing. G. Meschut

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    P 1018 - Charakterisierung und Modellierung der Beeinflussung des Bauteilverhaltens durch Erweichungszonen an Schweißpunkten höchstund ultrahochfester Stähle unter Crashbelastung Im Automobilbau werden verstärkt hochfeste Stähle in dünnen Blechdicken aus Leichtbaugründen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Erhöhung der passiven Sicherheit bei gleichzeitiger Ressourcenschonung eingesetzt. Aktuell und auch zukünftig wird das etablierte und hoch automatisierbare Widerstandspunktschweißen verwendet, um die einzelnen Bauteile aus diesen höchstfesten Stählen zur tragenden Struktur zu verbinden. Beim Punktschweißen bilden sich durch Anlasseffekte Erweichungszonen in hochfesten Stählen aus, die die Bauteilintegrität gefährden können. Ziel des Forschungsvorhabens ist, einen allgemeingültigen Zusammenhang aufzustellen, der die Reduktion der Festigkeit punktgeschweißter hochfester Bleche in Abhängigkeit der geometrischen Abmessungen der Erweichungszone und des Festigkeits-Mismatch der Verbindung beschreibt. Durch numerische Prozesssimulation des Punktschweißens werden die Einflüsse der Schweißparameter auf die Ausbildung der Erweichungszone untersucht und experimentell verifiziert. Punktschweißverbindungen mit geometrisch unterschiedlicher Ausbildung der Erweichungszone werden hergestellt und deren Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften des geschweißten Stahlblechs gezeigt. Dies wird an pressgehärtetem 22MnB5 und am Komplexphasenstahl HCT980C untersucht. Mit der KS-2-Versuchtechnik wird überprüft, welchen Einfluss Erweichungszonen auf die Kopfzug und Scherzugtragfähigkeit der Schweißpunkte haben. Mit diesen Versuchen und der Charakterisierung der Erweichungszone werden Modellierungsempfehlungen für Schweißpunktersatzmodelle für die Crashsimulation aufgestellt und durch Simulation der durchgeführten Musterbauteilversuche und T-Stoßversuche validiert. Die Härtemessungen im Querschliff der Schweißpunkte in den hochfesten Stählen HCT1180X, HCT980X und HTC980C zeigen alle Härtereduktionen, d.h. Erweichungszonen, ne-ben den Schweißpunkten. In Zug-und Durchstoßversuchen mit Proben, die im Prüfbereich Schweißpunktgefüge mit Erweichungszone enthielten, zeigte insbesondere HCT1180X die größte Festigkeits- und Bruchdehnungsreduktion, während bei HCT980C und HCT980X die Zugfestigkeit nicht, aber die Bruchdehnung sich deutlich reduziert hat. Wenn in Bauteilversuchen mit Biege- und überlagerter Zugbelastung die Rissinitiierung in der Erweichungszone eines Schweißpunkt erfolgt, breitet sich der Riss bei weiterer Belastung in den Grundwerkstoff aus. Diese Ergebnisse fließen in eine Simulationsmethodik zur Bewertung der Rissbildung in Erweichungszonen ein. Damit werden Stahlanwender in Konstruktion und Berechnung in die Lage versetzt, Aussagen über die Beanspruchbarkeit von punktgeschweißten Konstruktionen aus höchst- und ultrahochfesten Stählen treffenzu können. Dies ermöglicht eine effiziente und wirtschaftliche Entwicklung punktgeschweißter Komponenten aus höchstfesten Stählen und trägt dadurch zur Qualifizierung dieser Stähle für neue punktgeschweißte Leichtbaukomponenten bei. Das IGF-Vorhaben 17991 N der FOSTA –Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V., Düsseldorf, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Vorhaben wurde am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, Freiburg, am Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF) der Universität Paderborn und an der Materialprüfungsanstalt MPA, Stuttgart, durchgeführt. Veröffentlichung: 2019 Autoren: Dr.-Ing. Silke Sommer, Dipl.-Ing. Lilia Schuster, Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut, Dipl.-Ing. Gökhan Tümkaya, Dr.-Ing. David Hein, Prof. Dr.-Ing. Stefan Weihe, Dipl.-Ing. Fabian Schreyer, Dr.-Ing. Ulrich Weber

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