
Die Tatsache, daß lohnintensive Zusammenbau- und Schweißarbeiten die Fertigungskosten in den letzten Jahren beträchtlich erhöht haben, ist gewiß mit ein Grund dafür, daß auf einigen Gebieten des Stahlbaues die …
Die Tatsache, daß lohnintensive Zusammenbau- und Schweißarbeiten die Fertigungskosten in den letzten Jahren beträchtlich erhöht haben, ist gewiß mit ein Grund dafür, daß auf einigen Gebieten des Stahlbaues die Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt ist. Von besonderem wirtschaftlichen Vorteil würde deshalb eine Technologie angesehen, bei der auf jegliche Schweißarbeiten verzichtet werden könnte. Ein erster Schritt auf diesem Wege ist von der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. mit der Abwicklung des Projektes "Steifenlose Stahlskelettkonstruktionen" gemacht worden. Der zweite Schritt, der noch getan werden muß, ist die Entwicklung schweißfreier Verbindungen am Stützenfuß, am Stützenkopf sowie zwischen vertikalen und horizontalen Baugliedern.
Wenn diese Entwicklung gelingen sollte, könnte man auf Teilgebieten einen vereinfachten und kostengünstigeren Stahlbau betreiben, der in der Montage von "angearbeiteten" Walzprofilen, Hohlprofilen und Kaltprofilen unter Verwendung standardisierter Zwischenstücke und Schrauben besteht. Der Begriff "angearbeitet" bedeutet hier, daß Profilteile auf Maß geschnitten und gebohrt worden sind. In diesem Sinne können schweißfreie Verbindungen an Stahlstützen auch als integrierte Elemente für den Betonbau eingesetzt werden. Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um eine Arbeit, in der alle derzeit in Verwendung befindlichen Verbindungen von Bauteilen aus verschiedenen Bereichen in Form einer Literaturrecherche zusammengetragen und in Richtung neuer Lösungen ausgewertet wurden. Als Ergebnis ist festzuhalten, daß nur wenige der hier vorgestellten Lösungsprinzipien im Sinne einer "Schweißlosen Verbindung" für den Stahlbau nutzbar sind. Es wird deshalb angeregt, mit weitergehenden Untersuchungen anwendungsreife Lösungen aus den aufgezeigten Ansätzen heraus zu entwickeln. Dabei wird die Tendenz verfolgt, die "Schweißfreie Verbindung" als eine Art von Schnellverbindung - möglichst ohne Schrauben - für die Montage zu entwickeln (Klemm- und Steckverbindungen), aber im Sinne einer Gesamtoptimierung, Schweißungen in der Werkstatt durchzuführen.

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P 11 - Untersuchungen an Verbindungen von geschlossenen und offenen Profilen aus hochfesten Stählen Umfangreiche theoretische und praktische Untersuchungen der letzten 15 Jahre im In- und Ausland zeigten, daß das Tragverhalten von Hohlprofilkonstruktionen nicht ohne Weiteres zu beschreiben bzw. zu berechnen ist. Die spezielle Problematik solcher Konstruktionen liegt dabei im Bereich der Anschlüsse und Verbindungen. In diesen Knotenbereichen sind inhomogene Spannun9szustände wirksam, welche mit den elementaren stahlbauüblichen Berechnungsansätzen nicht erfaßt werden können. Es bedarf vielmehr einer differenzierten Betrachtungsweise. Diesem Sachverhalt wurde in den letzten Jahren im Rahmen verschiedener Forschungsprogramme intensive Beachtung gewidmet. Als ein wichtiges: Ergebnis dieser Arbeiten ist insbesondere der Entwurf zur Norm DIN 18 808 ("Stahlbauten, Tragwerke aus Hohlprofilen unter vorwiegend ruhender Beanspruchung") zu nennen, der die Anwendung wesentlicher Konstruktionsformen von Hohlprofilen aus St 37 und St 52 unter vorwiegend ruhender Beanspruchungbeschreibt zur Zeit werden solche Konstruktionsformen auch unter schwingender Beanspruchung untersucht. Die Anwendbarkeit der Norm DIN 18 808 auf Hohlprofilkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen St E 460 und St E 690, sowie Kombinationen von Hohlprofilen mit offenen Walzprofilen, wurde erstmals im Rahmen des vorliegenden Forschungsprogrammes in Karlsruhe untersucht. Dabei wurden auch Anschlußversuche an Flachproben durchgeführt, um eine Relation zur zwischenzeitlich vorliegenden DASt-Rioll zu ermöglichen. In diesem Programm wurde zusätzlich das Schwingungsverhalten von Trenngeschnittenen Kanten und vorgespannt geklebten Anschlüssen bei hochfesten Stahlsorten untersucht. Die durchgeführten Bauteilversuche zu den verschiedenen Konstruktionsformen, wie K-Knoten, T-Knoten, L-Knoten (d.h. biegesteife Rahmenecken) sowie Stirnplattenregelanschlüssen sollten erstmalig die mögliche, grundsätzlich sinnvolle Anwendung dieser Werkstoffe zeigen und dabei auch die Orientierungsmöglichkeiten an den Regelungen von DIN 18 808 verdeutlichen. Dies konnte wegen der begrenzt verfügbaren Profilabmessungen nur in bestimmten Abmessungsbereichen geschehen. Im Rahmen eines Forschungsprogrammes (P 71), wiederum von der Arbeitsgemeinschafts Industieller Forschungsvereinigungen e.V. (AIF) finanziell gefördert und von der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und; Stahl e. V. betreut, wurden ergänzende statisch?? und dynamische Versuche mit Flachproben sowie mit Knotenpunkten aus Hohlprofilen der Werkstoffe StE 460 und StE 690 durchgeführt. Insoweit besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem vorliegenden Bericht und dem Abschlußbericht zu P 71 der Studiengesellschaft. STUDIENGESELLSCHAFT FÜR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V. Veröffentlichung: 1982 Autoren: Prof. Dr.-Ing. F. Mang, Dipl.-Ing. Ö. Bucak, Dipl.-Ing. G. Steidl
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P 10 - Übersicht und Analyse am Markt befindlicher Bausysteme Veröffentlichung: 1975 Autoren: Prof. Dr.-Ing. H. Weber, Dr.-Ing. A. Eisenblätter, Dipl.-Ing. H. W. Strunck
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P 08.1 - Tragverhalten von Stahlstützen im Verbund mit Beton (Hohlprofile) Diese Arbeit enthält die Berechnung und Bemessung von ausbetonierten Hohlprofilstützen aus Baustahl unter Druck und einachsiger Biegung. Nach einer kurzen Einführung werden im Abschnitt 2 internationale Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet zusammengestellt. Im Abschnitt 3 wird ein Rechenprogramm als genaues numerisches Verfahren entwickelt. Abschnitt 4 enthält Interaktionsbeziehungen für die Grenztragfähigkeit, und zwar für den ganzen Bereich zwischen zentrischem Druck und reiner Biegung. Viele Ergebnisse, die mit dem beschriebenen Rechenprogramm und den Interaktionskurven gewonnen wurden, werden miteinander sowie mit verfügbaren Versuchsergebnissen verglichen; fast immer kann eine sehr gute Übereinstimmung beobachtet werden. Veröffentlichung: 1975 Autoren: Prof. Dr.-Ing. Roik, R. Bergmann, H. Bode, G. Wagenknecht
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P 08.1-2 - Brandverhalten betongefüllter Stahlhohlprofile und offenen Stahlprofilen mit Betonummantelung Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Erfassung und Auswertung bisher ausgeführter Brandversuche an betongefüllten Stahlhohlprofilen und offenen Stahlprofilen mit Betonummantelung sowie die Erarbeitung eines Versuchsprogramms aufgrund der bisherigen Ergebnisse. Bei den durchgeführten Nachforschungen insbesondere in Deutschland und Frankreich - wurde festgestellt, daß gezielte Untersuchungen in neuerer Zeit nur an betongefüllten Stahlhohlprofilen ausgeführt wurden; Versuche an offenen Stahlprofilen mit Betonummantelung dagegen liegen länger als 25 Jahre zurück, d.h., der Stand bei den letztgenannten Konstruktionen ist gegenüber [1] nahezu unverändert. Die Erfassung und Auswertung vorliegender Brandversuchsergebnisse erstreckte sich daher nur auf Stahlhohlprofile. Dazu wurden Ergebnisse aus Deutschland (Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM), Berlin), Frankreich (Centre Scientifique et Technique du BAtiment (CSTB), Paris, und Centre Technique Industriel de la Construction Metallique (CTICM), Metz) und Großbritannien (Fire Research Station (FRS), Boreham Wood) herangezogen. Als Quelle für die deutschen Versuchsdaten diente die Veröffentlichung [1]. Die Ergebnisse der in Großbritannien und eines Teils der in Frankreich ausgeführten Versuche wurden einer hier vorliegenden Korrespondenz, die von der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V. zur Verfügung gestellt wurde, entnommen. Die letztgenannten Angaben sind unvollständig und beschränken sich im wesentlichen auf die geprüften Profile, ihre Belastung und die erreichte Feuerwiderstandsdauer. Weitere wichtige Angaben wie beispielsweise Güte des Stahls und des Betons sowie die Knieklänge der geprüften Stützen sind nur in vereinzelten Fällen vorhanden. Insbesondere fehlen bei den vorgenannten Quellen Temperaturangaben. Die aus der Korrespondenz entnommenen Versuchsdaten sind daher nur bedingt auswertbar. Über die in Frankreich in neuerer Zeit ausgeführten Versuche - sie stellen den größeren Teil der erfaßten Versuche dar - liegen in der Form einheitliche Kurzberichte von COMTUBE, dem Auftraggeber der o.a. Untersuchungen, vor. Diese Berichte enthalten zwar die wichtigsten Daten, aber keine Angaben über den Temperatur-Zeit-Verlauf an den Probekörpern. Für einige wenige Brandversuche sind vollständige Prüfungszeugnisse des CSTB vorhanden. Bemühungen, von allen in neuerer Zeit in Frankreich ausgeführten Versuchen vollständige Prüfungszeugnisse von COMTUBE zu bekommen, blieben leider ohne Erfolg. Wie schon erwähnt, beruht der größte Teil der erfaßten Daten auf Brandversuchen, die in Frankreich ausgeführt wurden. Nach einer ersten Sichtung und vorläufigen Auswertung der vorliegenden Ergebnisse hat der Verfasser eine Informationsreise zum CSTB in Paris und CTICM in Metz unternommen, um die gesammelten Daten zu vervollständigen und offene Fragen - insbesondere hinsichtlich der statischen und thermischen Versuchsbedingungen - zu klären. Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß die im Auftrag von COMTUBE in Frankreich ausgeführten Brandversuche an betongefüllten Stahlhohlprofilen fortgesetzt werden, so daß mit weiteren Informationen in Form der o.a. Kurzberichte zu rechnen ist. Dem vorliegenden Bericht liegt der Stand vom September 1975 (letzter erfaßter Versuch am 11. 9. 75 im CSTB) zugrunde. Veröffentlichung: 1975 Autoren: Prof. Dr.-Ing. K. Roik, Dipl.-Ing. R. Bergmann, Dr.-Ing. H. Bode, G. Wagenknecht
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