
Aufgrund begrenzter Energievorräte und des weltweiten Bestrebens nach der Reduktion von CO2-Emissionen gewinnen erneuerbare Energiequellen, wie die Windenenergie, stark an ökonomischem Interesse und versprechen große …
P 897 - Nutzung des Leichtbaupotentials von hochfesten Stahlwerkstoffen für Stahlrohrtürme von Windenergieanlagen durch den Einsatz von Hochleistungsfügetechniken Aufgrund begrenzter Energievorräte und des weltweiten Bestrebens nach der Reduktion von CO2-Emissionen gewinnen erneuerbare Energiequellen, wie die Windenenergie, stark an ökonomischem Interesse und versprechen große Wachstumschancen. Die Herstellung von immer leistungsfähigeren Windenergieanlagen (WEA) geht einher mit steigender Anlagenhöhe. Hierzu müssen Anlagen mit immer dickeren Wandstärken produziert werden. Die Prozesszeiten für Schweißprozesse und die damit verbundenen Nebenzeiten steigen hierbei überproportional mit der Wandstärke.
Dies ist vor allem durch die deutlich erhöhte Lagenzahl beim Unterpulverschweißen und der damit verbundenen intensiven Nahtvorbereitung begründet. Auch der Verbrauch von stets notwendigem Zusatzmaterial nimmt entsprechend zu. Im Forschungsprojekt soll durch Ausnutzung der Vorteile moderner hochfester Stahlwerkstoffe und des Hochleistungsschweißprozesses Nonvakuum Elektronenstrahlschweißen (NVEBW) die ökonomischere Herstellung von Stahlrohrtürmen für WEA fundiert werden. Durch Verwendung von hochfesten Stahllegierungen kann eine Reduktion der notwendigen Wandstärken erzielt werden. Durch Einsatz von NVEBW kann die insgesamt notwendige Anzahl von Schweißlagen stark reduziert werden. Ein besonders wichtiger Aspekt des Projektes ist die Ergründung von Mechnismen der Rissentstehung und deren Vermeidung beim NVEBW von dickwandigen Bauteilen. Es werden unterschiedliche Strategien untersucht und bewertet, dazu gehört die Betrachtung der Wärmeführung sowie Legieren oder auch Durchschweißen. Zum Vergleich werden herkömmlich Unterpulver geschweißte Bleche sowie mittels der im Projekt entwickelten Verfahrenskombination NVEBW-UP geschweißte Bleche metallographisch und im Zugund Dauerschwingversuch untersucht. Es ist von großem Interesse durch Ausnutzung der Vorteile moderner Stahlwerkstoffen und Hochleistungsschweißtechniken den Bau von immer höheren Stahlrohrtürmen zu ermöglichen. Dieses Forschungsprojekt ist ein wichtiger Beitrag für die Einführung solcher Technologien für den Bau von Stahlrohrtürmen. Darüber hinaus sind die Erkenntnisse in weiteren Industriezweigen anwendbar, dies gilt z.B. für den Schiff- und den Kranbau.

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P 883 - Fixierung geklebter Mischbauverbindungen aus Aluminium in Kombination mit presshartem 22MnB5 mittels neuem Nietsystem Das Vollstanznieten in Kombination mit der Klebtechnik stellt eine Hybridfügetechnik dar, die insbesondere in Hinsicht auf das Fügen von hochfesten Werkstoffen in Mischbauweise gegenüber einer Vielzahl alternativer Fügetechnologien ein hohes Einsatzpotenzial aufweist. Mit dem Ziel, dieses Verfahren zum Fügen von Feinblechhalbzeugen aus ultrahochfestem Stahl mit einer Zugfestigkeit von etwa 1600 MPa in Mischverbindungen mit Aluminiumknetlegierungen für die praktische Anwendung zu qualifizieren, wurden im Rahmen dieses Forschungsprojekts Untersuchungen zum elementaren Kleben und Vollstanznieten sowie zur kombinierten Anwendung dieser Fügetechniken durchgeführt. Zentraler Gegenstand der Untersuchungen ist es, aus den vorliegenden Wirkzusammenhängen das Funktionsprinzip der Stanznietwerkzeuge und Hilfsfügeelemente derart zu verändern, dass kritische Fügeteildeformationen vermieden und eine optimierte Klebstoffanbindung erzielt werden kann. Dabei wird ein einteiliges Matrizenkonzept beibehalten, welches durch eine angepasste Grundform optimiert wird. Die Verwendung eines Stützrings um die Matrize in Kombination mit einem Flachkopfniet zeigt hierbei eine signifikante Verbesserung der Verbindungsqualität. Die Verwendung von zwei unterschiedlichen Klebstoffen zeigte die Robustheit der modifizierten Prozessvariante. Die Leistungsfähigkeit der erzielten Optimierungen wird ferner durch Untersuchungen zum Tragverhalten elementar- sowie hybridgefügter Verbindungen unter statischer und dynamischer Krafteinleitung dargestellt. So konnte zum Beispiel für die Verbindung von 22MnB5 in 1,5 mm mit AA6014 in 1,15 mm die Arbeitsaufnahmefähigkeit im Vergleich zum konventionell gefügten Verbund mehr als verdoppelt werden. Dadurch wird das durch den Aluminiumwerkstoff gegebene Festigkeitspotenzial nahezu vollständig ausgenutzt. Aus den erlangten Erkenntnissen werden abschließend Empfehlungen zur konstruktiven und fertigungstechnischen Handhabung des Verfahrens hergeleitet. Das IGF-Vorhaben 16789 N der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. FOSTA, Düsseldorf, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Forschungsvorhaben wurde am Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik der Universität Paderborn durchgeführt. Autoren: O. Hahn, G. Meschut, M. Matzke Veröffentlichung: 2015
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