
In den Richtlinien für Stahlverbundträger /7/ wird die Bemessung und Ausführung von Bauteilen geregelt, die aus Stahlträgern und Betongurten bestehen, die durch Verbindungsmittel schubfest miteinander verbunden sind. …
In den Richtlinien für Stahlverbundträger /7/ wird die Bemessung und Ausführung von Bauteilen geregelt, die aus Stahlträgern und Betongurten bestehen, die durch Verbindungsmittel schubfest miteinander verbunden sind. Die beiden Werkstoffe Beton und Stahl werden beanspruchungsorientiert eingesetzt: der Beton in der Druckzone und der Stahlträger in der Zugzone. Der Einsatz von Verbundkonstruktionen für weitgespannte und hochbelastete Decken im Hoch- und Industriebau bietet dem Anwender wirtschaftliche Vorteile. Unter anderem ergibt sich in einfacher Form die Möglichkeit, an die Tragkonstruktion durch Schweißen, Schrauben etc. weitere Geräte oder Einrichtungen anzuhängen.
Bei Stahlverbundträgern wird nach /6,7/ der Stahlquerschnitt des Zuggurts durch den rechnerischen Grenztragfähigkeitsnachweis unter Normaltemperatur festgelegt. Für die Erzielung hoher Feuerwiderstandszeiten erweist sich vielfach als ungünstig, daß der Zuggurt dem Feuer unmittelbar ausgesetzt ist. Eine Möglichkeit, das Tragverhalten von Stahlverbundträgern unter Brandbeanspruchung zu verbessern und gleichzeitig bei Normaltemperatur die konstruktiven Vorteile des ''nackten Stahluntergurts zu behalten, besteht darin, die Kammern des Stahlträgerprofils - in der Regel handelsübliche I-Profile - auszubetonieren; bei Bedarf werden zusätzlich Stegverstärkungen angebracht und/oder Betonstahlzulagen in die ausbetonierten Kammern gelegt (Bild 1.1). In der Vergangenheit wurden diese konstruktiven Maßnahmen wiederholt mit Erfolg zur Verlängerung der Feuerwiderstandszeit angewendet. Zur gezielten brandschutztechnischen Bemessung fehlt bisher eine systematische Untersuchung, wie das Erwärmungsverhalten der Stahlverbundträger durch die oben aufgeführten konstruktiven Maßnahmen verändert wird bzw. welches die maßgebenden Einflußparameter sind, um das Tragverhalten von Stahlverbundträgern unter Brandeinwirkung entscheidend zu verbessern. Im vorliegenden Forschungsvorhaben sollen diese Fragen durch theoretisch-rechnerische Studien sowie durch experimentelle Untersuchungen beantwortet werden. Dafür werden an ausgewählten, praxisbezogenen Stahlverbundträger-Querschnitten Erwärmungsversuche ausgeführt, deren Ergebnisse zur Absicherung der theoretisch-rechnerischen Untersuchungen herangezogen werden. Abschließend werden für die Praxis Entscheidungs- und Konstruktionshilfen erarbeitet, die eine brandschutztechnisch günstige Bemessung von Stahlverbundträgern ermöglichen.

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P 86 1.2 - Einfluß von Umfassungsbauteilen auf die Brandentwicklung in Industriehallen Veröffentlichung: 1982 Autoren: Prof. Dr.-Ing. habil. U. Schneider
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P 86 2.10 - Brandverhalten und Bemessung von Anschlüssen zur Verlängerung der Feuerwiderstandsdauer von Verbundkonstruktionen Im Rahmen des großen Brandschutzforschungsprogrammes "Brandverhalten von Stahl- und Stahlverbundkonstruktionen" nehmen die Untersuchungen der Verbundbauteile Stützen, Träger, Decken und Rostwerke einen großen Raum ein. Sie waren notwendig, weil die in den letzten Jahren auf neue Grundlagen gestellte Verbundbauweise - u.a. durch zahlreiche Projekte der Studiengesellschaft gefördert - ein großes Echo in der Bauindustrie fanden. Zahlreiche Anwendungen bei Industrie-, Verwaltungsbauten, Krankenhäusern udgl. zeigen dies. Bei einem Teil dieser Vorhaben müssen brandschutztechnische Anforderungen erfüllt werden. Da jedoch nur Einzelversuche mit Verbundbauteilen vorlagen, die zudem nur singuläre Ausbildungen berücksichtigen, war es notwendig, derartige Untersuchungen mit Gültigkeit für die verschiedenen Ausführungsarten vorzunehmen. Bald stellte sich heraus, daß es erforderlich wurde, auch praxisübliche Anschlüsse von Verbundbauteilen auf ihr Brandverhalten zu untersuchen, um schließlich eine Einstufung in eine Feuerwiderstandsklasse vorzunehmen. Diese Aufgabe wurde als Teilvorhaben 2.lo "Brandverhalten von Riegelanschlüssen an Verbundstützen aus einbetonierten Walzprofilen und ausbetonierten Hohlprofilen" durchgeführt. Bereits bei der Durchführung, vielmehr aber noch bei der abschließenden Ausarbeitung zeigte es sich, daß zufolge der Besonderheiten der Verbundbauweise, die Fragestellung allgemeiner gefaßt und auf das Tragverhalten des Verbundträgersystems mit dem Ziel Wirkungsweise und Auslegung um Maßnahmen zur Verlängerung der Feuerwiderstandsdauer ausgedehnt werden konnte. Die Ergebnisse dieser komplexen Untersuchungsgegenstände werden in diesem Bericht der Fachwelt dargestellt. Sie zeigen der Praxis mehrere Wege zur Brandschutzbemessung von Trägern und Anschlüssen auf. Um dieser Erweiterung Rechnung zu tragen, wurde der anspruchsvollere Titel "Brandverhalten und Bemessung von Anschlüssen zur Verlängerung der Feuerwiderstandsdauer von Verbundkonstruktionen" gewählt. Es ist das Verdienst der Autoren, daß dieser Bericht die Grundlagen der brandschutztechnischen Beurteilung und Bemessung für eine unmittelbare Anwendung liefert, umsomehr, da diese.nicht nur für Einzelfälle gelten, sondern auch in das Normwerk (DIN 4lo2) übernommen werden können. Alle Schritte der Untersuchungen wurden in einem Beraterkreis, dem kompetente Herren der Praxis, mit Erfahrungen auf dem Gebiet im Nahtbereich zwischen Stahl- und Massivbau, angehörten, begleitet. So konnte enger Praxisbezug sichergestellt werden. Unser Dank gilt deshalb gleicher.maßen diesen ehrenamtlich tätigen Herren. STUDIENGESELLSCHAFT FUR ANWENDUNGSTECHNIK VON EISEN UND STAHL e.V. Veröffentlichung: 1984 Autoren: Dipl.-Ing. T. Dorn, Dr.-Ing. R. Haß, Prof. Dr.-Ing. U. Quast
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P 86 2.2 - Brandverhalten von Verbundstützen mit Berücksichtigung der unterschiedlichen Stützen/Riegel-Verbindungen Die Bemessung und Konstruktion von Verbundstützen - Baustahl , Beton und Betonstahl stehen im starren Verbund - bei Raumtemperaturbedingungen ist durch DIN 18 806 Teil 1 /25/ geregelt worden. In DIN 4102 Teil 4 /22/ - ein KataJog in Feuerwiderstandsklassen eingeteilter Bauteile - sind diese Stützen infolge fehlender Versuchserfahrung nicht enthalten. Deshalb wurde in den Jahren 1978 - 1980 im Auftrag der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V., Düsseldorf, unter finanzieller Unterstützung seitens der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Brüssel, vom Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig ein Forschungsvorhaben /1/ durchgeführt, in dem das Brandverhalten von Verbundstützen untersucht wurde. Diese Versuche wurden mit exakt definierten statischen Lagerungsbedingungen - gelenkig gelagert oder eingespannt - durchgeführt. Die exakte Definition der Lagerungsbedingungen ist für eine theoretische Ausdeutung der Versuche unerläßlich. Bei einer brandschutztechnischen Beurteilung sollte ihre Wahl aber auch den in der Praxis vorliegenden Gegebenheiten genügen. In dem vorliegenden Forschungsbericht werden die Ergebnisse von Versuchen an Stahlverbundstützen dargestellt, die unter praxisgerechten Lagerungsbedingungen geprüft wurden. Es wurde eine Versuchsanordnung entwickelt, die es ermöglichte, das Trag- und Verformungsverhalten brandbeanspruchter Stützen im Hochbau wirklichkeitsnah zu simulieren. Die Zwangbeanspruchung, die aus der Verschiebung großer Deckensysteme unter Brandbeanspruchung herrührt, konnte dabei berücksichtigt werden. Dieses Forschungsvorhaben wurde von der Studiengesellschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V., Düsseldorf, und vom Bundesministerium für Forschung und Technologie, Bonn, finanziell gefördert. Veröffentlichung: 1985 Autoren: Dipl.-Ing. R. Haß, Prof. Dr.-Ing. U. Quast
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P 86 2.3 Band 1 - Theorie, Rechnungsgrundlagen und Beispiele Auf Veranlassung der Studiengemeinschaft für Anwendungstechnik von Eisen und Stahl e.V., Düsseldorf, wurde ein Forschungsvorhaben zur rechnerischen Untersuchung von Verbundstützen unter Brandbeanspruchung in den Jahren 1980-1984 gefördert. Das Ziel des Forschungsvorhabens war es, T raglasttafeln zu erstellen, wozu die aus experimentiellen Untersuchungen abgeleiteten Rechengrundlagen zu verwenden waren. Folgende Querschnitte wurden untersucht: - Verbundquerschnitte mit einbetonierten Walzprofilen - Verbundquerschnitte mit ausbetonierten Hohlprofilen Die Rechenergebnisse sind in Tafel- und Diagrammform dargestellt. Um dem Anwender eine überschaubare und einfache Handhabung der Rechnenwerte zu ermöglichen, ist der gesamte Umfang des Forschungsvorhabens in drei Berichtsbände gegliedert. - BAND 1 Theorie, Rechengrundlagen und Beispiele Der vorliegende Band beinhaltet die Theorie und die Rechengrundlagen der Traglastermittlung von Verbundstützen aus Stahl und Beton unter Brandeinwirkung. Detailierte Angaben und Beispiele zu dem gesamten Rechenumfang des Forschungsvorhabens sind vorhanden. - BAND 2 Traglasttafeln und Anwendungsbeispiele Dieser Band enthält die gerechneten Traglasten in Form von Tafeln. An Beispielen ist die Benutzung der Zahlentafeln erklärt. - BAND 3 Traglastdiagramme und Anwendungsbeispiele. Dieser Band enthält die gerechneten Traglasten in Form von Diagrammen. An Beispielen ist die Benutzung der Diagramme erklärt. Das Forschungsvorhaben wurde Von den nachfolgend genannten Institutionen finanziell gefördert: - Studiengesellschaft für Anwendungstechnik für Eisen und Stahl e.V., Düsseldorf. Projekt P 86 , Teilvorhaben 2.3 - Bundesminister für Forschung und Technologie, Bonn. Projekt BAU 6004 Die Durchführung der Untersuchungen erfolgte im Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (IBMB) der TU Braunschweig. Die im Sonderforschungsbereich 148 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen" an der Technischen Universität Braunschweig erarbeiteten Grundlagen zur Berechnung brandbeanspruchter Bauteile wurden für dieses Vorhaben genutzt. Veröffentlichung: 1985 Autoren: Prof. Dr.-Ing. U. Quast, Dipl.-Ing. K. Rudolph
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