
Das Ziel des Forschungsvorhabens IGF 15.870 BG bestand darin, in Zusammenarbeit zwischen der Füge und Beschichtungstechnik der TU-Berlin und des Instituts für inverse Modellierung der Hochschule Lausitz (IIM) – in …
Das Ziel des Forschungsvorhabens IGF 15.870 BG bestand darin, in Zusammenarbeit zwischen der Füge und Beschichtungstechnik der TU-Berlin und des Instituts für inverse Modellierung der Hochschule Lausitz (IIM) – in Ergänzung zu den existierenden, klassischen Regelungskonzepten der Impulslichtbogenprozesse – Prozessführungen zu untersuchen, die das Potential haben, die Erstarrungsbedingungen der Schmelze positiv zu beeinflussen: modulierter Wärmeeintrag; Starke räumliche Konzentration des Lichtbogenansatzes an der Schmelze (Kathodenspot) und die Ausnutzung der durch die hohen Temperaturgradienten bedingten starken Marangonikonvektion zur Intensivierung der Durchmischung des Schmelzbades; Durchmischung des Schmelzbades durch resonanzbedingte Intensivierung der Schmelzbadoberflächenwellenbewegung; Räumliche Variation des LichtbogenBrenngebiets auf dem Schmelzbad und der dadurch bedingten Richtungsänderung der Strömungen im Schmelzbad.
Im Rahmen der plasmaphysikalischen und datenanalytischen Vorarbeiten konnte durch das IIM ein Auswertungsstandard für schweißtechnische Signale etabliert werden. Mit der Methode der inversen Modellierung wurden robuste Modellansätze mit den physikalisch relevanten Systemparametern mit regeltechnischer und energetischer Relevanz entwickelt. Für das Gesamtverständnis des Schweißlichtbogens erfolgte die Entwicklung eines neuen Energieverteilungsmodells, dass die realen Verhältnisse – wie sie über die Messungen widergespiegelt werden – praxisnäher darstellt und eine enge Beziehung zu den regelungsrelevanten Aspekten herstellt. In Bezug auf die technologische Aufgabenstellung des A1-Projektes konnte eine Reihe von Erkenntnissen gewonnen werden. Ein pulsmodulierter Wärmeeintrag in das Schmelzbad lässt sich über entsprechende modulierte elektrische Signale realisieren, wobei der Lichtbogen praktisch trägheitslos die eingespeiste Stromform als entsprechende Leistungseinspeisung ohne Signaldeformation in das Schmelzbad überführt. Da der Hauptenergieeintrag in die Werkstück-Kathode über die verschwindend dünne Kathodenrandschicht erfolgt, spielen die Besonderheiten der Lichtbogensäulenstruktur nur eine sekundäre Rolle. Für besonders kurze Lichtbögen, ist der Wirkungsgrad des Schweißlichtbogenprozesses am höchsten, für die Lösung des in diesem Fall sich verschärfenden Abstandsregelungsproblems wurde ein Lösungsansatz vorgestellt. Die Energieverteilungsverhältnisse auf Kathode (Werkstück) und Anode (Zusatzwerkstoffelektrode) können über neue, relativ robuste Beziehungen bestimmt werden. Eine starke Durchmischung des Schmelzbades lässt sich für Impulslichtbogenprozesse weniger durch eine Pulsmodulation über den Lichtbogen erzielen, als vielmehr durch Herstellung einer Resonanz zwischen Tropfenabwurf (Strom-Impulsperiode) und der Eigenschwingung des Schmelzbades. Es konnte gezeigt werden, dass eine zusätzliche Pulsmodulation des klassischen Impulslichtbogenschweißprozesses eine Reihe von neuen Effekten in der Wechselwirkung des fallenden Metalltropfens mit dem Metalldampfkern des Lichtbogens hervorruft und sich somit Möglichkeiten für eine differenzierte Beeinflussung des Schmelzbades eröffnen. Es konnten die Zusammenhänge aufgeklärt werden, die es ermöglichen, aus der Analyse der elektrischen Signale heraus zu erkennen, ob sich der Lichtbogenansatz im Spot- oder Diffusmodus befindet

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P 779 - Sandwichbauweise mit Energie-Akkumulation, Energieverteilung und Dämmung Durch die Aufklebung von Trapezblechen auf die metallische Deckschicht von industriell gefertigten Sandwichelementen mit Polyurethan-Hartschaumkern, entsteht ein Solarkollektor, mit dem Energie an Fassaden und Dachflächen in Form von erwärmter Luft durch Sonneneinstrahlung gewonnen werden kann. Diese Sandwichbauweise mit Energie-Akkumulation, Energieverteilung und Dämmung lässt sich abkürzend mit „SEA“ bezeichnen. Vor diesem Hintergrund war im vorliegenden Forschungsprojekt die Zielstellung, mit Hilfe des beschriebenen SEA-Kollektors die praktisch gewinnbaren Energiemengen für ein ganzes Jahr zu ermitteln. Dazu wurde eine Messzelle gebaut, in die 2,0 - 4,7 m lange SEA-Kollektoren an der Südfassade und auf dem Dach integriert wurden. In der Messzelle befand sich für jeden SEA-Kollektor ein Luftsammler mit angeschlossenem Gebläse, welches einen Luftvolumenstrom von 10 bis 170 m³/h erzeugen konnte. Die Messzelle war unverschattet der Sonnenstrahlung und den natürlichen Wetterbedingungen für ein Jahr ausgesetzt. Die Messungen erbrachten grundlegende Zusammenhänge über die Betriebsparameter des SEAKollektors. Die anfänglich prognostizierten Energiegewinne konnten deutlich übertroffen werden. So wiesen die SEA-Kollektoren Energieerträge von ca. 160 kWh/(m² a) auf. Aus den Messwerten wurde die Wirkungsgradkennlinie für den SEAKollektor bestimmt, um für beliebige Standorte und Ausrichtungen den im Mittel zu erwartenden Energieertrag berechnen zu können. Bei einer typischen Industriehalle reduziert die direkte Nutzung der erwärmten Luft als Frischluft den Energieverlust um 15%; alternativ oder auch zusätzlich ist eine indirekte Nutzung möglich. Es zeigte sich außerdem, dass der bereits gute Energieertrag des Kollektors durch eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der Luft nochmals deutlich verbessert werden kann. Der SEA-Kollektor kombiniert eine einfache, kostengünstige Bauweise mit Standardsandwichelementen und Trapezprofilen. Es bietet sich eine Nutzung für große Wand- und Dachflächen in Industriehallen an. Damit werden Grundlagen zu einem neuen Stahlleichtbauprinzip für die Sandwichbauweise geschaffen und ein Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz von industriellen Gebäuden in unterschiedlichen klimatischen Regionen geleistet. Das Forschungsvorhaben wurde vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V., München und von Engineering R. Koschade, Deggendorf mit fachlicherBegleitung und mit finanzieller Förderung durch die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V., Düsseldorf, aus Mitteln der Stiftung Stahlanwendungsforschung, Essen, durchgeführt. Autoren: J. Cammerer, M.H. Spitzner, S. Wagener, W. Brunner, R. Koschade, D. Greiner, M. Koschade Veröffentlichung: 2014
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P 751 - Bestimmung der Tragfähigkeit von geschweißten T-Knoten aus kaltgeformten Hohlprofilen mit dreiecksförmigen Querschnitten Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wird das Tragverhalten von T-Knoten mit Gurten aus dreieckigen Hohlprofilen und Streben aus rechteckigen (RHP) sowie dreieckigen Hohlprofilen untersucht. Neben der Knotentragfähigkeit werden auch architektonische und ökonomische Aspekte betrachtet. Triangular Hollow Sections (THS) sind neu entwickelte Querschnitte, bei denen Erkenntnisse zum Tragverhalten bislang ledigarelich auf sogenannten „Bird Beak“- und „Diamond Bird Beak“-Knoten aufgebaut werden konnten. Diese weisen zwar eine geometrische Ähnlichkeit auf, das Gurtprofil ist jedoch kein dreieckiges, sondern ein um 45° um die Längsachse gedrehtes, quadratisches Hohlprofil. Auf Grundlage experimenteller und numerischer Untersuchungen, die in den 90-iger Jahren zu diesen Knotenformen durchgeführt wurden und auf Basis der Vorgehensweise, die zu den Bemessungsvorschriften der DIN EN 1993-1-8 von T-Knoten aus Rechteckhohlprofilen geführt haben, werden die experimentellen, numerischen und analytischen Untersuchungen für die neuartigen THS T-Knoten festgelegt. Ein numerisches Modell für THS T-Knoten wird für die Parameterstudien erarbeitet und anhand von Vorversuchen sowie mit Hilfe von experimentellen Untersuchungen von Hohlprofilknoten aus RHP validiert. Basierend auf diesem Modell wird anschließend eine Parameterstudie durchgeführt. Mit den numerischen Untersuchungen werden zum einen die maximalen Knotenwiderstände und zum anderen Knotenwiderstände basierend auf einem Deformationskriterium ermittelt. Das für Hohlprofilknoten allgemein anerkannte Deformationskriterium, welches den Knotenwiderstand bei einer maximalen Eindrückung von 3% der Gurtbreite b0 oder des -durchmessers d0 begrenzt, ist bei T-Knoten aus THS Gurten nicht anwendbar. Daher werden die numerischen Ergebnisse zusätzlich auf ein sinnvolles Deformationskriterium hin untersucht und schließlich eine maximale Eindrückung von 1% der Gurtprofilbreite b0 als Deformationskriterium vorgeschlagen. Für T-Knoten mit THS Gurten und RHP Streben werden zwei analytische Modelle angegeben. Für Streben, deren Flansche parallel zur Gurtlängsachse angeordnet sind, wird der Knotenwiderstand mit einem Fließlinienmodell ermittelt. Für Knoten mit um 45° um die Strebenlängsachse gedrehte Streben erfolgt die Ermittlung des Knotenwiderstands auf Grundlage eines Modells der mitwirkenden Breite, welches ebenfalls in DIN EN 1993-1-8 angewendet wird. Zusätzlich erfolgt ein Vergleich der numerisch und der analytisch ermittelten Knotenwiderstände. Neben den numerischen und den analytischen Untersuchungen werden auch experimentelle Untersuchungen durchgeführt. Diese werden hinsichtlich des Knotenwiderstands, der Verformungen und der beobachteten Versagensmodi ausgewertet. Um die ästhetischen sowie die wirtschaftlichen Aspekte von Tragwerken aus dreieckigen Hohlprofilquerschnitten zu untersuchen, werden Hallentragwerke mit zwei verschiedenen Fachwerkträgern und einem Vierendeel-System detailliert betrachtet. Die Bemessung erfolgt für Querschnitte aus Baustahl S355 als auch aus einem höherfesten Stahl S460. Auf Grundlage dieser Bemessungen wird die Wirtschaftlichkeit anhand der drei Kostenkategorien Materialverbrauch, Schweiß- und Zuschnittarbeiten evaluiert. Es zeigt sich, dass die Verwendung von THS-Profilen wirtschaftliche Vorteile bringen kann. Das IGF-Vorhaben 15379 N der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V., Düsseldorf, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Vorhaben wurde an der Technischen Universität Dortmund vom Lehrstuhl Stahlbau, am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine und an der Technischen Universität Dortmund vom Lehrstuhl für Entwerfen und Industriebau durchgeführt. Autoren: D. Ungermann, B. Brune, P. Dissel, S. Herion, O. Fleischer, W.A. Noebel, O. Schmidt Veröffentlichung: 2014
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