
Dieses Forschungsvorhaben zielte darauf ab, effektive Methoden zur Lärmreduzierung an Stahlbrücken zu finden. Hierfür wurde die Oberkasseler Rheinbrücke in Düsseldorf als Referenzobjekt gewählt, weil bei dieser Brücke …
Dieses Forschungsvorhaben zielte darauf ab, effektive Methoden zur Lärmreduzierung an Stahlbrücken zu finden. Hierfür wurde die Oberkasseler Rheinbrücke in Düsseldorf als Referenzobjekt gewählt, weil bei dieser Brücke Lärm besonders bei der Überfahrt von U-Bahn-Zügen entsteht. Der erste Schritt in diesem Forschungsvorhaben war die Analyse der Ursachen für die Lärmentstehung. Nur durch die Kombination von verschiedenen experimentellen Methoden gelang es, diese Ursachen trotz des komplexen Anregungsspektrums und der hohen modalen Dichte zu finden. Diese Methoden waren Mehrstellenschwingungsmessungen an den auf der Brücke verlegten Schienen sowie auf der Oberseite und im Innern des Brückenkörpers, Schallmessungen unterhalb der Brücke und die Schallquellenortung mit einer akustischen Kamera.
Außerdem wurde ein Finite-Elemente-Modell der gesamten Brücke und einzelner Brückensektionen erstellt. Als ein wesentlicher Grund für die Lärmentstehung wurde eine Stoßerregung, die vom U-Bahn-Zug beim Überqueren einer Diskontinuität im Schienenstrang in der Nähe eines Pfeilers verursacht wird, erkannt. Diese Erregung wird durch die Gleisbefestigungen direkt in die Brückenstruktur übertragen und verursacht in einer bestimmten Brückensektion Resonanzschwingungen von Stahlblechfeldern mit einer Frequenz von ungefähr 70 Hz. Der Lärm wird von der Unterseite der Brückenstruktur abgestrahlt und durch Reflexion auf der Straße weitergeleitet. Der nächste Schritt im Forschungsvorhaben war die genauere Untersuchung der Lärmabstrahlung von einem Modell, als einen Abschnitt der Brücke, und die Untersuchung von aktiven Lärmreduzierungsmethoden an diesem Modell. Die Schwingungseigenschaften des Modells wurden mit der Modalanalyse untersucht, die räumliche Schallfeldtransformation (STSF) wurde zur Analyse der Schallintensitätsverteilung bei den verschiedenen Anregungen benutzt, und die Ergebnisse wurden mit Resultaten der FEModellierung des Modells verglichen. Mit digitalen adaptiven Regelalgorithmen konnten bei der Lärmreduzierung für einzelne Moden gute Ergebnisse erzielt werden, aber aufgrund der hohen modalen Dichte konnte insgesamt keine Lärmreduzierung erreicht werden.

Zahlung per Karte (Stripe) oder auf Rechnung (DE, AT, CH). Download-Link per E-Mail: bei Karte automatisch nach der Bestellung, bei Rechnung nach Freigabe der Bestellung (30 Tage gültig). AGB
Digitaler Download
Zahlung per Karte (Stripe) oder auf Rechnung (DE, AT, CH). Download-Link per E-Mail: bei Karte automatisch nach der Bestellung, bei Rechnung nach Freigabe der Bestellung (30 Tage gültig). AGB
Weitere Teile und Ausgaben sowie benachbarte Dokumente derselben Reihe.

P 494 - Anwendung von Schichtverbundblechen für Leichtbaukonzepte Das Projekt Anwendung von Schichtverbundblechen für Leichtbaukonzepte will einen Beitrag leisten innerhalb der Entwicklungstendenz der Gewichtsreduzierung insbesondere in der Automobilbranche zur Energieeinsparung bei gleichzeitig zunehmendem Anspruch an Komfort und Sicherheit durch Integration verschiedener Funktionen in einen Grundbaustein eines komplexen Endproduktes. Dazu sollen in das Grundbauteil des Karosseriebleches oder in einzelne Elemente auf Stahlblechbasis im Fahrzeug-/ Gerätebau elektrische Funktionen gemeinsam mit schützenden organischen Schichten auf hochfesten Stahl integriert werden. Ziel ist die Erstellung eines umgeformten Verbundbleches, das Stütz-, Schutz-, Isolations und Leitungsfunktionen in einem Bauteil gewichtssparend erfüllt. Technologische Basis ist ein im Durchlaufverfahren mit EAA-Thermoplastfolie beschichtetes Stahlblech, das sowohl verschiedenen Modellumformprozessen unterworfen wird, als auch zur Aufnahme von Kupferfolieleiterbahnen in einem Fügeprozess zu einem Dreischichtverbund dient. Diese beiden Prozesse werden in zwei unterschiedlichen Technologien nacheinander ausgeführt : 1. Herstellung des Dreischichtverbundes am Ende der Wertschöpfungskette, d.h. zuerst Umformung des EAA-beschichteten Stahlbleches und nachträgliches Einprägen eines Schaltkreises von spröder Elektrolytkupferfolie mittels MID-Technologie. 2. Herstellung des Dreischichtverbundes am Anfang der Wertschöpfungskette, d.h. zuerst Durchführung eines Heißpräge-Klebe-Prozesses mit hochduktilen Kupferfolieleiterbahnen auf die Polymerschicht des ebenen Verbundbleches und danach gemeinsame Umformung des Dreischichtverbundes. Diese Schichtverbundbleche werden hinsichtlich folgender Eigenschaften untersucht: Mechanisch-technologische Kennwerte, Schichtdickenentwicklung, Isolation der Kunststoffschicht, Haftfestigkeit von Kupfer auf Polymer, Lötbarkeit, Temperaturwechselbest ändigkeit, Reibwert im Streifenziehversuch, einachsige Dehnbarkeit im Zugversuch, Grenzformänderung und Umformbarkeit in mehrachsigen Modellumformprozessen. Umformtechnisches Fazit ist einerseits die uneingeschränkte Umformbarkeit des zweischichtigen Verbundbleches Stahlbasis / EAA-Kunststoffschicht bis zum Bruch des Stahlgrundwerkstoffes - andererseits die eingeschränkte Umformbarkeit eines dreischichtigen Materialverbundes Stahlblech / Polymerschicht / Kupferfoliestreifen ohne zusätzlichen Schmierstoffeinsatz in DEN Grenzen, die durch die Bruchdehnung der Kupferfolie bei mehrachsiger Beanspruchung und den werkzeugabhängigen Grad der Prägeveränderung der Kunststoffoberfläche gesetzt werden. Innerhalb dieser Umformgrenzen, d.h. bis zur Gleichmaßdehnung der schwächsten Verbundwerkstoffkomponente bleiben die Schichtverbunde bei konstanter Isolationsfähigkeit der Kunststoffschicht erhalten. Das Einprägen von Kupferfolieschaltkreisen mittels MID-Technologie nach erfolgter Umformung eines zweischichtigen Verbundbleches bis zur Gleichmaßdehnung des Stahles zu einem Dreischichtverbund ist mit Spezialwerkzeugen möglich. Das durch Füge- und Umformprozesse gefertigte Verbundblech kann neben seiner Stütz- und Schutzfunktion unterschiedliche elektrische Leitungsfunktionen bei guter Isolation der Leiterbahnen gegen das Stützblech in einem Bauteil gewichtssparend erfüllen. Die geformten, mit Kupferleiterbahnen bedruckten Stahl-Kunststoff-Schichtverbundbleche können vor allem im Bereich der Signal- oder Kleinleistungsströme im Automobilbau unter Nutzung der guten Wärmeableitung angewendet werden. Darüber hinaus ist die Anwendung dieser Schichtverbundbleche mit in Kunststoffschichten integrierten Leiterbahnen auf dem Gebiet einer in die Karosserie integrierten planaren Autoantenne eine Möglichkeit der nahezu unsichtbaren Antennengestaltung. Ein weiteres umfangreiches Anwendungsfeld ist auch im Bereich der Haushaltgeräte / Haushaltelektrik für platz- und gewichtssparende Kompaktbauweise gegeben. Autoren: R. Müller, J. Reichert, V. Thomas Veröffentlichung: 2003
jederzeit verfügbar
30,00 €
exkl. MwSt.