
Die Schallreduzierung von Maschinen und Anlagen als „weiche“ Produktanforderung wird durch Kundenansprüche und gesetzliche Vorgaben immer mehr zu einer unausweichlichen Pflichtvorgabe für den Konstrukteur. Strukturen …
Die Schallreduzierung von Maschinen und Anlagen als „weiche“ Produktanforderung wird durch Kundenansprüche und gesetzliche Vorgaben immer mehr zu einer unausweichlichen Pflichtvorgabe für den Konstrukteur. Strukturen aus Feinblech sind in der Schallkette besonders kritische Elemente, da sie als Verkleidungen, Designelemente oder sogar tragende Teile meist großflächig eingesetzt werden und daher gute Schallabstrahler darstellen. Sie sind oft aus konstruktionstechnischen Gründen mit der Körperschall erzeugenden Struktur verbunden und bilden zusätzlich die Schnittstelle nach außen zur lärmsensiblen Umgebung. In dieser Arbeit werden daher die Möglichkeiten zur Körperschallreduzierung durch Dämpfung der Fügestellen in mit Feinblechstrukturen verbundenen Baugruppen untersucht.
Die Fügestellen sind dafür hervorragend geeignet, weil sie ohnehin konstruktiv notwendig sind und keinen Mehraufwand nach sich ziehen. Es liegt also auf der Hand, geeignete Fügeverfahren auszuwählen und deren Technologieparameter in Richtung Dämpfungsoptimum einzustellen. Es wurde ein für die Dämpfungsbestimmung an Feinblechproben geeignetes Messverfahren entwickelt, das einfach adaptiert und zur Evaluierung neuer Fügetechniken verwendet werden kann. Zur Quantifizierung der Dämpfungskapazität verschiedener Fügeverfahren wurden umfangreiche Untersuchungen und Parameterstudien durchgeführt. Der Einfluss von Überlappung, Fügestellenanzahl, Vorspannung und Schall-Frequenz sowie einiger spezieller Vorbehandlungen wurde ermittelt, und anhand eines frequenzabhängigen Rankings wird dem Konstrukteur eine praktische Auswahlhilfe gegeben. Die experimentellen Untersuchungen erlaubten eine Gut-Schlecht Auswahl für den konkreten Anwendungsfall in der Praxis. Die Ursachen für die Dämpfungsphänomene wurden mit Hilfe von Pressungsmessungen, Verformungsmessungen, Fügespaltmessungen u. a. aufgedeckt. Eine wesentliche Erkenntnis ist die Tatsache, dass vor allem bei steifen Fügestellen das Fügeverfahren an sich nicht den eigentlichen Dämpfungseffekt bewirkt. Viel entscheidender ist der umgebende Flanschbereich und die Notwendigkeit, dass der Fertigungsprozess eine entsprechende Kontaktkraft zwischen die Bleche einbringt. Um dem Leser aus der Praxis einen schnellen Einstieg zu geben, werden im Hauptteil kurz die eingesetzten Methoden zur Schallreduzierung beschrieben, und es wird dargestellt, welche Zielvorgaben damit erreicht werden konnten. Die Ergebnisse sind als Schwerpunkt dieses Hauptteils aufgeführt. Der wissenschaftlich interessierte Leser findet die detaillierten Beschreibungen der Prüfaufbauten, Messmethoden, Auswerteverfahren und Theorien im Anhang.

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P 440 - Sanierungspotenzial einer Gebäudehülle Autoren: G.Sedlacek, C. Ziller, F. Al-Sibai Veröffentlichung: 2003 Im Zentrum dieses Projektes steht die Entwicklung eines Sanierungskonzeptes für ein Hochschulgebäude aus den 60er Jahren, konkret handelt es sich hier um das Maschinenbau-Gebäude an der RWTH Aachen. Dieses Objekt ist repräsentativ für eine große Anzahl von Verwaltungsgebäuden, die vor der ersten Energiekrise im Jahr 1974 errichtet wurden. Die Fassaden dieses Gebäudes sind dringend sanierungsbedürftig. Hinsichtlich ihrer energetischen Eigenschaften sind sie weit von den heute gültigen Standards entfernt, was sich in hohen Energiekosten niederschlägt. Weiterhin führen die unzureichenden bauphysikalischen Eigenschaften in Verbindung mit der maroden Heizungs- und Lüftungstechnik dazu, dass in weiten Teilen des Jahres die Raumbedingungen unbehaglich sind. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung werden nun verschiedene Sanierungskonzepte vorgeschlagen und insbesondere hinsichtlich Energieverbrauch und Behaglichkeit miteinander verglichen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Varianten mit einer Doppelfassade gerichtet, die über ein vorgehängtes Stahltragwerk am Gebäude montiert wird. Diese Lösung bietet folgende Vorteile: • Installation eines effizienten und witterungsgeschützten Sonnenschutzes • Verzicht auf Lüftungsanlage an lärmexponierten Fassadenbereichen • Natürliche Nachtlüftung zur Minderung sommerlicher Temperaturspitzen • Verminderung der Eingriffe in die Bausubstanz, ggf.
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P 443 - Schnittflächenbeschichtung mittels Laser bei verzinkten/beschichteten Blechen Autoren: D. Maischner, K. Wissenbach, N. Pirch, H. Müller Veröffentlichung: 2003 Der Korrosionsschutz von Produkten aus Stahlblechen erfolgt häufig durch Bandverzinken und anschließendes Bandbeschichten mit Kunststoff (Duplex-Verfahren). Bei der Weiterverarbeitung der Stahlbleche entstehen durch Zuschneiden und Stanzen unzureichend geschützte Blechkanten. Gegen Korrosion an diesen Stellen bieten konventionelle Verfahren (z. B. Farb- oder Ölauftrag, Bördelung der Kanten) bisher keine überzeugenden Lösungen. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieses Vorhabens die Erarbeitung verfahrenstechnischer Grundlagen für den Schnittflächenschutz durch den Auftrag von Zink bzw. Kunststoff mittels Laser. Die Forschungsarbeiten richteten sich auf die Entwicklung einer einstufigen Prozessführung zur Beschichtung der Schnittflächen. Dabei wirken Laserstrahl und pulverförmiger Beschichtungswerkstoff gleichzeitig auf die Schnittfläche ein. Beim Verzinken wird das Zinkpulver durch die Laserstrahlung und die davon erhitzte Schnittfläche aufgeschmolzen. Beim Beschichten mit Kunststoffen erfolgt die Erwärmung des Pulvers lediglich indirekt über die erhitzte Schnittfläche. Die Verfahrensparameter werden so gewählt, dass ein Verbrennen des Pulvers minimiert wird. Die Haftfestigkeit und das Korrosionsverhalten der Laserstrahl beschichteten Schnittflächen wurden untersucht. Sowohl für den Auftrag von Zink wie auch für den von Thermoplast Polyamid 11 (RILSAN) konnten Verfahrensparameter entwickelt werden, die einen wirksamen Korrosionsschutz darstellen.
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P 447 - Integration von Tragwerk und Haustechnik in Büro- und Produktionsgebäuden aus Stahl für eine flexible Nutzung Autoren: G. Sedlacek, C. Ziller, K. Weynand, S. Stark, D. Thiel, H.J. Lemke, B. Döring, K. Lenzen Veröffentlichung: 2004 In dem vorliegenden Forschungsvorhaben wurden Möglichkeiten zur Integration von Elementen der Haustechnik in Tragwerksysteme erarbeitet, um aufzuzeigen, wie die oft unterschiedlichen Ansprüche an moderne Gebäude von Tragwerksplanern und Haustechnikplanern erfüllt werden können. Es wurden Aspekte wie Nutzungs-, Bau- und Unterhaltungskosten, Klimatechnik, schnelle Anpassbarkeit an Kundenwünsche, Energieverbrauch und Brandschutz untersucht. Im ersten Teil wird die Integration von Haustechnik in Slim Floor Flachdeckensysteme betrachtet. Diese Konstruktion ist sinnvoll, da es bei regulärer Leitungsführung zum einen aufgrund von Durchbrüchen tragender Elemente zu Behinderungen kommen kann und es zum anderen in Bürogebäuden, in denen die Etagen von unterschiedlichen Mietern genutzt werden, im Reparaturfall zu Störungen kommen kann, wenn Arbeiten an Leitungen durchgeführt werden, die in der Etage unterhalb und/oder oberhalb verlegt wurden. Im zweiten Teil der Ausführungen wird das in den Niederlanden entwickelte Decken-Bodenkonzept INFRA+ vorgestellt. Die stählernen Rippen der Betonplatte weisen nicht wie bisher nach unten, sondern nach oben und sind mit Durchlassöffnungen ausgestattet, so dass Leitungen und sonstige haustechnische Komponenten von oben im Tragwerk installiert werden können. Nach oben wird das System durch eine Konstruktion in Trockenbauweise abgeschlossen (Fußboden).
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P 448 - Entwicklung eines Stahl-Dachstuhls mit integrierten solarenergetischen Systemen und flexibler Innenausbaugestaltung Autoren: G. Sedlacek, C. Ziller, M. Hortmanns Veröffentlichung: 2004 Inhalt dieses Forschungsvorhabens ist die Weiterentwicklung eines Dachstuhls aus Stahl unter Einbeziehung solarer Systeme. Gegenüber dem Forschungsvorhaben P 391 „Dachstuhl mit Sparren aus oberflächenveredeltem Stahl-Feinblech“ sind nicht nur Stahlsparren verwendet worden, sondern auch die dort verwendete Holzlattung und die zeitaufwändige, konventionelle Schraubenverbindungen sind durch geeignete Systeme substituiert worden. Da die im Februar 2002 eingeführte Energieeinsparverordnung sowie ein steigendes Umweltbewusstsein Kriterien wie den Energieverbrauch eines Hauses bzw. die Nutzung regenerativer Energien immer weiter in den Vordergrund rücken lassen, ist die Möglichkeit der Nutzung des Daches zur Energiegewinnung ein interessanter Aspekt. Im vorliegenden Bericht werden zwei verschiedene solare bzw. photovoltaische Systeme vorgestellt. Diese werden für Verbrauchs- und Bedarfswerte eines typischen Einfamilienhauses ausgelegt und berechnet. Eine wirtschaftliche Betrachtung der solaren Systeme schließt sich an die Berechnungen an. Ein wesentlicher Aspekt des Forschungsvorhabens ist die bauphysikalische Betrachtung des Daches unter besonderer Berücksichtigung des Werkstoffes Stahl. Es werden verschiedene Aufbauten diskutiert und deren Auswirkung auf die Temperaturentwicklung im Inneren des Bauwerks untersucht.
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